Endlich mal was aus China

Wir sind so schreibfaul geworden, aber es gibt auch so viel zu erleben und wir haben doch keine Zeit. In nicht mal mehr einem Monat müssen wir uns wieder mit den üblichen Hackfressen rumschlagen und wisst ihr was, wir freuen uns sogar ein bisschen drauf. Aber auch nur ein bisschen.

Aber genug davon und endlich mal was über China. Nachdem wir Vietnam verlassen haben, sind wir erst mal nach Nanning. Ne typische chinesische Kleinstadt mit läppischen 7 Millionen Einwohnern. Trotzdem waren die Straßen sauber, es gab endlich wieder Fußwege, die man benutzen konnte und Mülleimer – sowas hatten wir seit Seattle nicht mehr. Und Elektroroller gibt es hier. Cool.

Da wir Hunger hatten und uns auf leckeres Chinesisches Essen freuten, sind wir ins nächste Chinesische Restaurant und haben mit Händen und Füßen versucht, leckeres Essen zu bestellen – ne englische Karte gab es ja nicht. Wir haben alles bekommen, Knochensuppe, Grünzeugs und Dingens, nur nicht was wir wollten, Reis.Letztendlich dann doch und satt sind wir auch irgendwie geworden.

2,5 Monate Reisen hinterlässt spuren, vor allem auf dem Kopf. Wir also in einen Friseur für 30 Yuan (3 Euro). Aber nichts da mit einfach mal Haare schneiden. 20 Chinesen führten uns durch den Laden auf ne Liege. Nach einer halbstündigen Haarewaschen, Kopf- und Nackenmassage durften wir noch unsere Arme, Rücken und Schultern kneten lassen bis es endlich an den Haarschnitt ging. Man sollte meinen, das sowas ja nicht lange dauert. Zuhause schnibbelt der Friseur 10 Minuten auf dem Kopf rum, bis man wieder auf die Straße geworfen wird. Aber ne, nicht in China.Da wird jedes Haar einzeln geschnitten. Dauert dann auch über ne Stunde. Muss man denen aber nachsehen, westliches Haar ist anders als asiatisches und man hat denen auch angesehen, das die einen Ködel in der Hose hatten, bei dem Gedanken, ein falsches Haar zu schneiden.

Nachdem Annika es dann noch geschafft hatte, alle Versuche abzuwehren, ihr eine Dauerwelle zu verpassen oder Extensions an die Haare zu kleben, wurden wir noch von 5 Millionen Handys fotografiert und dann in die Freiheit entlassen.

Am nächsten Tag ging es dann für uns weiter nach Yangshou Wie Tommy mir versicherte, eine der schönsten Gegenden Chinas und ich glaube, er hat recht. Mehr davon gibt es ein anderes Mal. die Schreibfaulheit kehrt gerade wieder zurück. Tschüss denn.Morgen gibt es auch wieder ein paar Fotos.