Hong Kong Island

 

Hong Kong Island ist heute angesagt. Bevor wir uns aber an die Eroberung des Zentrums machten, gönnten wir uns in einem kleinen Laden Frühstück für Champions.

Mit Eiern gestärkt, folgten wir der vom Lonely Planet empfohlenen Route, immer der blauen Linie nach. Neben alten europäischen Gebäuden besuchten wir noch ein paar Märkte.

Weiter ging es durch die engen Straßen, vorbei an schmalen, viel zu hohen Gebäuden mitten durch das kreative Viertel mit süssen Cafés und Galerien in Richtung des Hong Kong Parks. Wir verbrachten viel Zeit damit, in einem Vogelgehege unsere halbe Chipkarte vollzuknipsen. Und wo immer wir hingehen, durften Ehepaare nicht fehlen, davon gab es wiedereinmal mehr als genug. Wirkte beinahe so, also hätten die ebenfalls ein Gehege in dem Park.

In der City, in mitten der Skyline ließen wir uns von den Gebäuden überwältigen, waren fasziniert von den Menschenmassen, dem Lärm und den Läden der Schickeria. An jeder Ecke Luxusläden. Zwischen den Finanztürmen sogar ein ganzes Einkaufszentrum, in dem sich Gucci und aneinanderreihten. Selbst dir großen Sportmarken waren hier mit ihren Luxusmarken wie Y3 und Co. vertreten.

Ein gigantischer Applestore war auch im Begriff seine Pforten zu öffnen. Zu dem Zeitpunkt wurde er aber bevölkert von Freaks in blauen T-Shirts die viel zu überschwänglich jubelten.

Genug von der Stadt und dem Tumult ging es nun aufwärts. Unser Ziel war es, Hong Kongs Skyline von Victorias Peak zu bewundern. Da in Hong Kong alle faul sind, gibt es eine Rolltereppe, die den größten Teil des Berges hinauf führt. ja, genau, eine Rolltreppe für einen Berg. Verrückt. Sportlich wie wir sind, ließen wir die Rolltreppen aber links, manchmal auch rechts liegen und wanderten aufwärts. Der Aufstieg war hart, lang und noch viel viel steiler, als es von unten aussah. Und oben angekommen fanden wir erst einmal einen Starbucks. Auf dem Gipfel eines Berges. Ein Starbucks. Hong Kong wird immer skurriler. Aber das abgefahrenste: alle Berge in Hong Kong wurden zementiert. Das muss man sich mal vorstellen. Wirklich jeder Zentimeter Berg ist Zement überzogen.

Als es dann Nacht wurde, belohnte Hong Kong uns mit einem tollen Ausblick. Wieder war es die Anstrengung Wert. so weit das Auge reicht Lichter und Hochhäuser. Für Jemanden, der so etwas noch niemals in echt sehen konnte, ist es absolut beeindruckend.

Auf dem Weg nach unten verliefen wir uns zwar ein paar Mal in den dunklen Gassen und Treppen der Bergwelt, aber letztendlich fanden wir den Weg zurück. Völlig erschöpft fielen wir an diesem Abend ins Bett.