New York in Asien

Auf Hong Kong hatten wir uns schon lange gefreut. Hong Kong, das asiatische New York, ein Mekka für Technik- und Modefreaks. Aber bevor wir uns davon selbst überzeugen konnten, mussten wir erst noch hinkommen. Noch vor Sonnenaufgang, also richtig richtig früh, so richtig früh, wurden wir rabiat aus unseren Kojen geworfen und am Busbahnhof Shenzen orientierungslos unserem Schicksal überlassen. Hong Kong haben wir trotzdem gefunden und der erste Eindruck entlockte uns ein sehr langgezogenes Woooah… Diese Stadt ist einfach nur groß, eng, laut und chaotisch. Auf ins Getümmel.
Unsere Couchsurferin ließ uns zwar noch in paar Minuten warten, diese Zeit nutzten wir aber einfach, um den ersten Kaffee des Tages zu trinken. Kaum war unsere Gastgeberin zu Stelle, durchkreuzten wir Hong Kong Island mit jeglichen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln, um zu ihrer Wohnung zu kommen. Und Öffentliche Verkehrsmittel gibt es in Hong Kong reichlich. Taxi, Bus, U-Bahn, Minibus, Schnellbus, Tram, Straßenbahn und und und, und vergessen habe ich bestimmt trotzdem noch was.
Überall Technik
Wohnung in Hong Kong sind klein, sehr klein. So klein, das nicht mal Platz für Mäuse oder anderes Ungeziefer ist. Außer man ist reich, dann wohnt man nicht in Wohnungen, sondern in Mansions auf den Bergen und schaut auf Hong Kong herab. Ungeziefer hat man dann aber sicher trotzdem keins. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass sie eine sehr kleine Wohnung hatte und es da nichts zu sehen gab. Warum mache ich das auch immer so umständlich. Wir also in den nächsten Minischnellbus und nach Kowloon. Wie das richtig ausgesprochen wird wissen wir immer noch nicht. Irgendwas mit Kauluun, Kouluun oder auch doch ganz anders. Jedenfalls gab es dort 100 Millionen Technikläden, die alle den gleichen Technikkram verkauften. Zu sehen gab es aber  noch mehr als nur Festplatten und Kameras und so marschierten wir durch zig Gassen, kreuzten mal diesen weg und mal diese Straße guckten hier und da mal rein, bis wir genug gesehen hatten.
Famous in Hong Kong
Trotz mittlerweile schmerzender Füße – meine Schuhe waren nach einigen Monaten und hunderten Kilometern auch schon durchgelaufen – gingen wir zur Hong Kong Ausgabe des Walk of Fame. Und weil Hong Kong ja total klein ist und so wenig International und da auch gar keine blonden Menschen rumlaufen, wurden wir andauernd fotografiert, mussten Leute in den arm nehmen oder posieren. Die sind komisch die Chinesen, aber so richtig komisch.
Lichtspektakel und Tschüss
Interessant wurde Hong Kong aber erst bei Nacht. Eine Skyline, die diesen Namen verdient. Und weil Chinesen verrückt sind und Hong Kong(er), also Menschen aus Hong Kong, Technikfreaks, wird diese Skyline mit einer grandiosen Lichtshow zelebriert. Die Spinnen. Cool war’s dennoch.
Den Abend ließen wir zusammen mit unserer Couchsurferin bei einer kleinen Fotosession in den Tram ausklingen. Vorbei an Louis Vouiton, Armani, Gucci und Co., die ihre Fassaden mit monströsen Logos und Lichtteppichen zukleistern. Ekelhaft.

Jetzt gibt’s noch ein paar Bilder von uns, dem tollen Hong Kong, Foto-Chinesen, komischen Fischen und so anderes Zeugs.